Anna Zepnick

Veröffentlichungen

Cover: rabensingen

rabensingen

Gedichtband · 2024

Poetenladen Leipzig

Mit rabensingen legt die Dresdner Musikerin und Autorin Anna Zepnick ihr lyrisches Debüt vor. Ihr Blick richtet sich auf das, was wir vermeintlich als Alltag kennen, vom Freundes- und Familienkreis über die Natur bis hin zu Kinobesuch und Schulweg. Ihr Ton ist frei von Pathos, zuweilen ironisch, sprachlich geschärft. Sprichwörtliches wird aufgegriffen, variiert und trägt zur Bereicherung der dichterischen Sprache bei. Ganz selbstverständlich gelingt es der Autorin, Alltagsszenen mit Poesie aufzuladen. Wenn ich so lebe zwischen Socken und Löffeln, heißt es etwa in ihrem Lied, das zugleich für die Musikalität der Dichtung steht. Dabei entwickelt sie sowohl längere Formen wie in dem beeindruckenden Fragment an die Großmutter, als auch Gedichte mit knapper, genau akzentuierter Diktion.

Der Rabe, dessen Singen dem Band den Namen gibt, ist der Symbolvogel schlechthin und wird in der Mythologie mit Hexerei, aber vor allem mit Weisheit assoziiert. Anspielungen an Märchen und Mythen werden nicht nur im Aschenputtel-Gedicht ruckedigu deutlich, wo sich das goldene Kleid in einer Nuss findet. Neben diesen symbolischen Momenten wird der Rabe auch durchaus realistisch ins Bild gerückt, wenn er im Müll nach Nahrung pickt.

Cover: und singt ewige Lieder

Hörprobe: Die Stadt ist nervös

und singt ewige Lieder

Hörbuch · 2020

Auf diesem Album vereint Anna Zepnick ihre beiden Talente, das Schreiben und das Musizieren. Ihre Gedichte werden gesprochen von Dresdner Schauspielkolleg:innen. Im Studio von MPG Quohren improvisierte sie am Klavier und mit Frieder Zimmermann an der Gitarre. Entstanden sind Klanggebilde, die einen eigenen Raum öffnen für die Texte.

Wer nicht gern selbst liest, lasse sich vorlesen!

Zu finden auf annazepnick.bandcamp.com

Feedback

Wie fein verwoben das Ganze ist, zart und kraftvoll, überraschend und der Mehrklang der verschiedenen Sprecher*innen ist sehr harmonisch.
Fabian, Musiker
Mit eigenen Gedichten in die Öffentlichkeit gehen, als Musikerin … ganz schön mutig, dachte ich mir. … Dann hab ich mirs halt doch angehört. Was soll ich sagen: Ich war gerührt, beglückt, amüsiert, getroffen – und irgendwie zurückversetzt in die Zeit, wo ich in dieses fremde neue Land gekommen bin.
Bernd, Filmemacher
Völlig eigen und unverwechselbar, und durch die Musik kommt man wie in ein anderes Universum und es entsteht Zeit.
Leonie, Regisseurin
Das Gesamtwerk hat mich emotional berührt, beeindruckt. Man spürt und empfindet mit die Gefühlswelt, die Hingabe der Verfasserin, nicht in Gestalt klassischer Poesie, vielmehr völlig frei von jeglicher Konvention oder postklassischen Reimereien.
Martin, Arzt i.R.